BERND TRUSHEIM ATEMTRAINER
8WirkungenFarbe

Die zentrale Power für Körper, Geist und Seele

Die 8 Wirkungen guter Atmung nach Bernd Trusheim

aus den Büchern “ATEM KÖRPER BEWUSSTSEIN” und “Atme dich frei”

Bernd Trusheim ATEM KÖRPER BEWUSSTSEIN
Bernd Trusheim Atme dich frei April 2019

Du kannst ohne Nahrung bis zu 30 Tage lang leben,
ohne Flüssigkeit einige Tage, ohne zu atmen jedoch
nur wenige Minuten!

Das bewusste Atmen setzt eine ganze Kette von Reaktionen in Gang, die die Leistungsfähigkeit und das gesamte Befinden positiv beeinflussen:


1. Sauerstoffkick für die Zellstofftätigkeit
Sauerstoff ist der „Zündstoff“ für jegliche Zellstoffaktivität. Sauerstoff reinigt auch: Hänge ein Jackett, dass du am Vorabend in einem verrauchten Lokal getragen haben, zwei Tage in den frischen Wind und sie riechen keinen Rauch mehr. Sauerstoffmangel kann über längere Zeit gesunde Körperzellen angreifen, wie bei einigen Tumorarten erwiesen ist.* Sauerstofftherapien sind mittlerweile auch in der Schulmedizin anerkannt. Eine langfristige Verbesserung der Zellstofftätigkeit kann jedoch eine punktuell eingesetzte Apparatemedizin nicht alleine erreichen – das gelingt nur durch das Erlernen einer effektiven Atmungsweise. Wenn du deine Atmung nur um zehn Prozent verbesserst, atmest du im Jahr ganze 400.000 Liter Luft mehr ein und aus.
 * siehe z.B. „Sauerstoffmangel – Tumorentwicklung“ von Dr. Ludwig Schmitt 


2. Dynamisierung des Kreislaufs
Die Atmung hängt eng mit der Herzarbeit, dem Körper- und Lungenkreislauf zusammen. So kann zu niedriger oder hoher Blutdruck mit adäquaten Atemtechniken effektiv beeinflusst werden. Insbesondere der Heilungsprozess von Herz- und Kreislauferkrankungen – die Krankheiten, die in den Industrieländern am rasantesten zunimmt – kann durch ergänzende atemtherapeutische Maßnahmen intensiviert und beschleunigt werden

3. Aktivierung und Massage der Organe
Das Zwerchfell – der wichtigste Atemmuskel des Menschen – bewegt alle Organe, sorgt dafür, dass sie sich an- und wieder entspannen, und das rund 27.000 Mal am Tage. Durch diesen Stimulus werden die Organe besser durchblutet und in ihrer Funktion gestärkt. Allein die Niere wird durch eine gute Atmung bis zu 7 km täglich bewegt!
Organische Probleme lassen sich nicht ausschließlich durch chirurgische Eingriffe beheben. Das wäre zu kurz gegriffen. Vielmehr muss die Atmung begriffen und in ihrer Funktion als „Animateur der Organe“ trainiert werden.

4. Verbesserung emotionaler Kompetenzen
Zwischen Atmung und emotionaler Verfassung besteht eine sichtbare Beziehung: Bei unterdrückten Gefühlen atmen wir eher flach oder halten sogar den Atem an. Menschen, die „in Atem gehalten“ werden, atmen ganz anders, als diejenigen, die „einen langen Atem“ haben, öfters mal befreit „durchatmen“ und „sich dem Herzen Luft machen“. Im Rückschluss lässt sich durch eine Verbesserung der Atmung auch die emotionale Stabilität festigen: Ausgedrückte Gefühle sind häufig „ausgeatmete Gefühle“ (z.B. Lachen, Singen oder Weinen)– ein Training der Ausatmung, ist zentraler Bestandteil des Sensitiven Atemtrainings®. Je tiefer Sie ausatmen und die Lunge entleeren, desto mehr Platz entsteht für die Aufnahme von Sauerstoff und damit auch für neue Energien.

5. Verbesserung mentaler Fertigkeiten
Das Gehirn benötigt frische sauerstoffreiche Luft. Oft bemerken wir nicht mehr, in welcher „dicken Luft“ wir immer wieder sitzen. Nach einem Spaziergang oder einer Wanderung ist auch das Denken freier und klarer. Daneben wird über die Atemwege selbst das Gehirn teilweise direkt berührt. Am höchsten Punkt des Atemweges, nämlich am Ende des oberen Nasengangs, sind die aus dem Gehirn austretenden Reichnerven zu finden. Dicht darüber liegt der vordere Stirnlappen mit dem Riechzentrum, im Anschluss daran die Felder für Assoziation, Aufmerksamkeit, Sprech- und Denkantrieb. Nach der Atemschule des Pranayama – Atmung im Yoga - lassen sich über rechte und linke Nasenlochatmung auch die Hemisphären beeinflussen. Dies könnte in Zukunft Gegenstand neuer und interessanter wissenschaftlicher Untersuchungen werden. Wird der Riechsinn - der älteste Sinn des Menschen - durch besseres Atmen aktiviert,hat das positiven Einfluss auf das Bewusstsein.
Ein guter Riecher ist gleichzeitig ein guter „Spürsinn“. Dieser wichtige zunehmend degenerierte Lebenssinn registriert nicht nur die feinsten stofflichen Veränderungen in der Atemluft, sondern schult auch die intuitiven Fähigkeiten. Wenn du „jemanden gut riechen kannst“ oder dir „eine Sache stinkt“, dann hat dies ganzheitliche Auswirkungen auf deine Sinneswahrnehmung. Menschen, die „einen guten Riecher haben“, sind meistens mental sehr fit und anderen „um eine Nasenlänge voraus“. Neben gezielten Atemübungen ist die Aromata-Therapie, die zum Teil in das  Atemtraining integriert wird, ebenso von Bedeutung.

6. Harmonisierung zweier Steuerungssysteme
oder Zusammenspiel von Kopf und Bauch. Wie andere Organfunktionen auch wird die Atmung über das Vegetative Nervensystem (VNS), das vor allem alle inneren Organabläufe reguliert, gesteuert. Doch andererseits kannst du die Atemfunktion gleichzeitig über das Zentrale Nervensystem (ZNS), das für unsere Skelettmotorik und unseren Willen verantwortlich ist, beeinflussen, z.B. dadurch, dass du die Luft bewusst anhältst oder bewusst länger und tiefer ausatmest. Mit deinem Herzschlag kannst du das nicht - es wäre auch lebensbedrohlich.
Doch was heißt das übersetzt? Also, wenn du deine Hände locker auf den Bauch legst und einfach mal zu den Händen spürst ohne zu verkrampfen oder einzuschlafen, wirst due erfahren, wie die Hand von der Bauchdecke automatisch mehr oder weniger angehoben und gesenkt wird. Du selbst - also dein Bewusstsein - kann erfahren, wie ES - die vegetativen Kräfte, das Unterbewusstsein - von ganz alleine atmet. „Es atmet“ ist auch einer der Kernsätze im Autogenen Training nach Schulz. Hier liegt der Schlüssel für ein tieferes Verständnis der Bedeutung der Atmung im Leben und jeglicher Körperarbeit.
Denn wenn du die Bewusstseinsebenen durch bewusstes Atmen verbindest, stehen dir zusätzlich deine gesamten inneren Ressourcen zur Verfügung. Die Atmung bildet somit die Brücke zwischen Bewusstem und Unbewusstem, zwischen Kopf und Bauch.

7. Steigerung von sozialen und kommunikativen Fähigkeiten
In der Kommunikation reagieren wir immer zuallererst mit der Atmung. Dies ist der "psychorespiratorische Effekt". Wenn wir mitfühlen, atmen wir mit. Du hast sicherlich auch schon viele Male erlebt, wie ansteckend Lachen, Weinen oder auch Gähnen in einer Gruppe sein können. Und dass du dich manchmal ausgelaugt und manchmal erfrischt fühlen nach einem Gespräch. Wenn Sie sich z.B. während oder nach einem Gespräch mit einem Ihrer Meinung nach „schwierigen“ Menschen schlecht fühlen, dann hast du deinen eigenen Atmungsrhythmus verlassen und ggf. die Atmungsweise deines Gesprächspartners übernommen. Du bist nicht mehr in deiner Mitte, in deinem eigenen Tempo.
Achte einmal in solchen Situationen genau auf deine Atmung und nehmen dir Zeit, einen anderen Atemrhythmus als den deines Partners aufrecht zu erhalten – du wirst dich schnell besser fühlen und die Kommunikation damit neu beleben.
Mehr Bewusstheit in deinem Atem schafft eine neue Dimension von Klarheit und Kraft. Du erkennst besser, riechst besser, nimmst mehr Aspekte dieser Welt wahr. Diese Souveränität bringt vor allem in beratenden und therapeutischen Berufen wirkliche Hilfe und Orientierung für Kunden und Patienten.

8. Verbesserung der Kommunikation  "Mensch – Erde”

Bernd Trusheim Sauerstoffaustausch Mensch Baum

Die Lunge ist das zweitgrößte Kommunikationsorgan des Menschen (Größe eines Tennisfeldes für Einzel), nur der Darm hat eine noch größere Oberfläche. Im rhythmischen Wechselspiel von Einatmen und Ausatmen, Nehmen und Geben erfolgt ein ständiger Austausch von O2-Aufnahme sowie CO2-Abgabe. Jährlich bewegen wir über vier Millionen Liter Luft in uns hinein und hinaus. Würden wir diese Luft farblich sichtbar machen, ­könnten wir noch deutlicher die Intensität unserer Beziehung zu Menschen­ und zur Natur, insbesondere der „Atmosphäre“ erkennen. Wir teilen die Luft miteinander. In Räumen wird das besonders spürbar. Und wenn es „dicke Luft“ gibt, müssen wir Luft von draußen hereinlassen. Eine „gute Atmosphäre“ oder „schlechte  Atmosphäre“ bezeichnet immer auch eine Stimmung und Schwingung. In der Vorbereitung für wichtige Gespräche und Verhandlungen geht es nicht nur um das äußere Raumklima, gute Luft und guten Geruch, sondern auch um die Gestaltung eines einladenden Frei- und Spielraums für alle Beteiligten, respektvoll und lebendig zu kommunizieren. Eine gute Kommunikation braucht ein ausgewogenes Verhältnis von Geben und Nehmen, Sprechen und Zuhören sowie kleine Pausen der Besinnung und Verarbeitung. Im Bewusstsein und der tiefen Erfahrung der wichtigsten Lebensfunktion – der Atmung und des Atems für unser Leben – ist eine Verbesserung der Beziehung und Umgangsweise mit unserer Erde möglich.

 

www.atemtrainer.de   BERND TRUSHEIM

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